Viele Menschen vergleichen beim Autokauf zuerst den Anschaffungspreis. Das ist verständlich, aber nur ein Teil der Wahrheit. Gerade bei einem E-Auto lohnt sich der Blick auf die laufenden Fahrtkosten. Denn wer zu Hause laden kann, fährt im Alltag oft deutlich günstiger als mit Benzin oder Diesel. Noch größer wird der Vorteil, wenn der Strom vom eigenen Dach kommt.
In unserer Beispielrechnung vergleichen wir verschiedene Szenarien bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. Berücksichtigt wurden nur die Energiekosten, die Kfz-Steuer und die THG-Prämie. Wartungskosten, Versicherung und Anschaffungspreis bleiben außen vor.
Das ist wichtig, weil der Kaufpreis eines E-Autos grundsätzlich höher liegen kann als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Dafür sind die Wartungskosten bei E-Autos in der Regel deutlich niedriger. Für den reinen Blick auf die jährlichen Fahrtkosten reicht dieser Vergleich aber gut aus.
Unsere Annahmen für den Vergleich
Für den Benziner wurde ein VW Passat B9 1.5 eTSI ACT mit 150 PS angenommen. Der Verbrauch liegt bei 5,4 Litern E10 pro 100 Kilometer. Der Kraftstoffpreis wurde mit dem durchschnittlichem Preis für Januar bis April 2026, das heißt 1,91 Euro pro Liter angesetzt.
Für den Diesel wurde ein VW Passat B9 2.0 TDI mit 120 PS angenommen. Der Verbrauch liegt bei 4,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Der Kraftstoffpreis wurde mit 1,96 Euro pro Liter angesetzt.
Für das E-Auto wurde ein VW ID.7 Pro mit 286 PS angenommen. Der Verbrauch liegt bei 20 kWh pro 100 Kilometer. Beim Laden vergleichen wir drei Fälle: öffentliche Ladestation mit 50 Cent pro kWh, Laden zu Hause mit 35 Cent pro kWh und Laden zu Hause mit PV-Strom für 18 Cent pro kWh. Zusätzlich wurde eine THG-Prämie von 300 Euro berücksichtigt.
Das kostet Fahren pro Jahr
Bei 15.000 Kilometern pro Jahr ergeben sich folgende jährliche Fahrtkosten:
| Szenario | Jährliche Kosten |
| Benziner | 1.323 € |
| Diesel | 1.412 € |
| E-Auto an der Ladestation | 1.200 € |
| E-Auto zu Hause geladen | 660 € |
| E-Auto zu Hause mit PV-Strom geladen | 240 € |
Schon beim Laden an der öffentlichen Ladestation liegt das E-Auto in dieser Rechnung unter Benziner und Diesel. Der große Unterschied entsteht aber zu Hause. Wer sein E-Auto mit Haushaltsstrom lädt, senkt die jährlichen Kosten deutlich. Wer zusätzlich eine eigene PV-Anlage nutzt, kommt in diesem Beispiel auf nur 240 Euro pro Jahr.
Warum die eigene PV-Anlage den Unterschied macht
Der Strom vom eigenen Dach ist besonders wertvoll, wenn er direkt im Haus genutzt wird. Ein E-Auto ist dafür ideal, weil es viel Energie aufnehmen kann und im Alltag oft längere Zeit zu Hause steht. Statt Solarstrom einzuspeisen und später Netzstrom einzukaufen, kann ein Teil der Energie direkt in die Fahrzeugbatterie fließen.
So wird aus der PV-Anlage nicht nur eine Stromquelle für Licht, Küche und Haushaltsgeräte. Sie versorgt auch die Mobilität. Jeder Kilometer mit eigenem Solarstrom macht unabhängiger von Energiepreisen und senkt die laufenden Kosten.
Besonders praktisch wird das mit einer intelligenten Wallbox und einem passenden Energiemanagement. Dann wird das E-Auto bevorzugt geladen, wenn die PV-Anlage gerade viel Strom produziert. Sie müssen also nicht ständig selbst auf Wetter, Verbrauch und Ladezeiten achten. Das System übernimmt diese Aufgabe automatisch.
Laden zu Hause bringt Komfort und Kontrolle
Wer zu Hause lädt, startet morgens oft mit vollem Akku. Der Weg zur Tankstelle entfällt. Auch die Kosten sind besser planbar, weil Sie nicht auf jede kurzfristige Preisbewegung an der Zapfsäule reagieren müssen.
Mit einer PV-Anlage wird dieser Vorteil noch größer. Sie erzeugen einen Teil Ihrer Energie selbst und nutzen ihn dort, wo er besonders viel bringt. Genau deshalb passen Photovoltaik, Speicher und E-Auto so gut zusammen.
Fazit: Das E-Auto wird mit eigener Solaranlage besonders interessant
Der Vergleich zeigt deutlich: Das E-Auto kann bei den jährlichen Fahrtkosten klar im Vorteil sein. An der öffentlichen Ladestation liegt es in unserer Rechnung bereits unter Benziner und Diesel. Zu Hause wird der Abstand größer. Mit eigener PV-Anlage sinken die jährlichen Fahrtkosten im Beispiel auf 240 Euro.
Wer also über ein E-Auto nachdenkt, sollte nicht nur das Auto betrachten. Entscheidend ist auch die passende Ladeinfrastruktur zu Hause. Mit Photovoltaikanlage, Speicher, Wallbox und intelligenter Steuerung entsteht ein System, das Strom, Mobilität und Alltag sinnvoll miteinander verbindet.
Moddemann Neue Energien plant und installiert solche Lösungen im Raum Nordhorn und Umgebung. Von der PV-Anlage über den Speicher bis zur passenden Wallbox bekommen Sie eine Energielösung, die zu Ihrem Haus und Ihrem Fahrverhalten passt.
